Die festverzinslichen Wertpapiere, die Kreditinstitute zum Kauf anbieten, dienen der Beschaffung von Kapital für größere Vorhaben (Investitionen) verschiedenster Art.
Dazu zählen zum Beispiel die Pfandbriefe, mit denen Gelder für den Wohnungsbau beschafft werden können. Auch die so genannten Kommunalobligationen die Kommunen zur Finanzierung verschiedener Vorhaben auf den Markt bringen lassen. Oder die Bundesanleihen, diese öffentlichen Anleihen dienen dazu, finanzielle Mittel beispielsweise für die Erschließung von Gewerbegebieten, Kanalbau oder den Ausbau des Verkehrsnetzes zu bekommen.
Die Durchschnittsverzinsung von festverzinslichen Wertpapieren kann bei etwa fünf bis sechs Prozent liegen. Sie richtet sich nach der Lage am Kapitalmarkt (Börse).
Die festverzinslichen Wertpapiere haben bestimmte Laufzeiten, die im Allgemeinen zwischen fünf und zehn Jahren liegen. Nach dieser Zeit werden die Papiere zum Nennwert, das heißt dem aufgedruckten Betrag, zurückgezahlt.
Wer die Wertpapiere vor dem vorgesehenen Rückzahlungstermin in Geld umwandeln möchte oder muss, kann sie jederzeit über ein Kreditinstitut an der Börse verkaufen. Dann ist allerdings nicht garantiert, dass er den Ausgabekurs erhält (der meistens unter 100 %, das heißt unter dem Nennwert, liegt), sondern bezahlt wird nur der jeweilige Tageskurs, der an der Börse festgestellt wird. Der Tageskurs kann über oder unter dem Ausgabekurs liegen. So sinken Wertpapiere im Kurs, wenn ihre Verzinsung niedriger als die der neu ausgegebenen liegt. Sie können im umgekehrten Fall, nämlich wenn der Zins am Kapitalmarkt sinkt, aber auch steigen.