Die Reallöhne werden durch die Inflation gesenkt, da die Gewerkschaften meist nicht in der Lage sind, schnell genug Lohnsteigerungen durchzusetzen. Aber auch die Realeinkommen von Personen sinken, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, da die Sozialleistungen vom Staat normalerweise nicht entsprechend der Inflation erhöht werden.
Bei Verträgen, die noch zu Zeiten einer Inflation abgeschlossen, verschiebt sich das wirtschaftliche Gleichgewicht. So wird generell der Schuldner besser gestellt, während sich die Position des Gläubigers verschlechtert. Das gilt zum Beispiel für Mieten, Unterhaltszahlungen, Renten- und Pensionsansprüche, aber auch für Honorarforderungen aufgrund der gesetzlich geregelter Honorarordnung wie es bei Rechtsanwälten und Ärzten der Fall ist. So wurden beispielsweise Immobilienbesitzer in der Inflation 1914 bis 1923 in Deutschland praktisch vollständig entschuldet, während die Immobilien den Wert beibehielten. Der Gesetzgeber versuchte über die Hauszinssteuer diese Inflationsgewinne abzuschöpfen.
Der Staat ist einer der großen Profiteure einer Inflation. Denn der Realwert seiner Verschuldung nimmt wegen der Inflation stark spürbar ab. Es ist in neuerer Zeit ein beliebtes Mittel zur Staatsentschuldung, die Währungsabwertung gegenüber beispielsweise dem US-Dollar, was letztendlich eine “Punktinflation” darstellt. Durch die kalte Progression steigen außerdem die Steuereinnahmen real an. Bei einer Inflation sind die größten Verlierer die Inhaber von Geldvermögen und festverzinslichen Wertpapieren wie beispielsweise Staats- oder Unternehmensanleihen. Diese Vermögen werden durch die Inflation entwertet.
Bei einer schwerer Inflation steigt auch die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, denn weil das Geld ständig entwertet wird, will es niemand lange behalten und versucht es gleich wieder auszugeben. Wenn nicht genug werthaltiges Sachkapital produziert werden kann, so wird versucht, Wert in Devisen anzulegen. Doch dadurch wird letztendlich die Entwertung des Geldes noch mehr beschleunigt.
Eine Möglichkeit eine Inflation zu stoppen, besteht darin, sowohl die Preise als auch die Gehälter staatlich zu binden.
Einer dieser Versuche scheiterte beispielsweise in den 70-er Jahren in den USA unter Präsident Richard Nixon, da sich die Inflation, einfach andere Wege suchte, so z.B. die Schwarzmärkte. Die meisten Volks-und Wirtschaftswissenschaftler halten Preisbindungen für sinnlos, im Gegenteil sogar eher für schädlich für eine Volkswirtschaft und generell den Grundsätzen einer Marktwirtschaft widersprechend.
Die „Monetaristen”, deren Überzeugungen momentan die Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken der Welt beeinflussen, versuchen durch die Geldmenge die Inflation zu lenken. Die Senkung der umlaufenden Geldmenge würde etwa bedeuten, dass mit weniger verfügbarem Geld die gleiche Anzahl von Produkten gekauft werden muss.
Dadurch sinkt der Preis für die Produkte, da der Wert des Geldes gleichzeitig insgesamt steigt. Eine solche Maßnahme wäre aber, wenn man die Geldmenge zu stark reduziert, deflationär und rezessiv.