Die Banknote

Jede Nation hat ihre eigenen Banknoten, die von einer nationalen Zentralbank herausgegeben werden.

Die Ausnahme bilden hier die Eurobanknoten, die von mehreren Staaten gemeinsam herausgegeben und genutzt werden. Von „reinen” Privatbanken werden Banknoten heutzutage nur noch in Schottland, Nordirland, Hongkong und Macao herausgegeben. Eine strenge Trennung, ob eine Staatsbank rein privat oder staatlich ist, konnte früher und kann heute in vielen Ländern nicht vorgenommen werden, da viele Staatsbanken Aktienpakete herausgegeben haben und diese sich im privaten Besitz befinden.

Zu bemerken ist, dass die Europäische Zentralbank, entgegen weit verbreiteter Auffassung, nicht Eigentümerin der ausgegebenen Banknoten bleibt. Das Eigentum an Geldscheinen unterliegt in Deutschland vielmehr den allgemeinen sachenrechtlichen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches.

Der Aufschwung des Handels sowie der steigende Wert einzelner Transaktionen brachte zunehmend einen größeren Bedarf an Münzen. Auch auf Grund der relativ hohen Fälschungsgefahr konnte man Münzen nicht mit beliebig hohem Nennwert ausgestatten. . Auch war der Gebrauch von Münzen bei großen Beträgen wegen der hohen Anzahl von Einzelmünzen unhandlich, so dass ein bequemeres Zahlungsmittel notwendig wurde. Sowohl diese Notwendigkeit als auch Geldsorgen von Fürsten haben die Entwicklung des Papiergelds als neue Zahlungsform eingeleitet.

Heute wird jedoch der Bedarf an Banknoten zunehmend durch elektronisch geführte Girokonten, Geld- und Kreditkarten, also den bargeldlosen Zahlungsverkehr, übernommen

Da die Münzen knapp geworden waren, wurde anscheinend um 1024 in China das erste Papiergeld als Notgeld zur Finanzierung eines Krieges herausgegeben.

1276 entdeckte Marco Polo auf einer seiner Reisen kaiserliche Banknoten aus Papier, die als allgemeines Zahlungsmittel verwendet wurden. Aber 1402 wurde in China das Papiergeld wieder abgeschafft, da es oft vorgekommen ist, dass Kaiser einfach gewaltige Mengen von Banknoten drucken ließen, ohne deren Deckung zu beachten.

In Europa wurde das Papiergeld erst viel später eingeführt. Die erste Ausgabe von Papiergeld fand 1483 in Spanien statt, damals jedoch noch als Ersatz für fehlendes Münzgeld.

Die Bank von Amsterdam begann ab 1609 mit der Schaffung von Buchgeld, ging hierbei aber sehr umsichtig vor. Das Geldinstitut achtete jahrzehntelang auf jederzeit ausreichende Deckung durch Münzen.

Am 16. Juli 1661 waren durch die Bank von Stockholm, einer privaten Notenbank, die ersten offiziellen Banknoten in Europa emittiert worden – jedoch mangels Vertrauens der Bevölkerung in dieses neuartige Zahlungsmittel nur mit mäßigem Erfolg.

In Frankreich wurde Papiergeld erstmals in großem Stil unter Finanzminister John Law in der kurzen Zeitspanne von 1718 bis 1720 verwendet. Diese Episode endete jedoch in einem Fiasko.

Tageskurs GoldZdenko Ballay