Das private Geld

Praktisch jeder Erwachsene hat Geld, durch ein Einkommen irgendwelcher Art, und auch die meisten Kinder verfügen schon, durch das zugestandene Taschengeld, über privates Geld. Zu diesem privaten Geld sind auch Beträge aus Krediten im weiteren Sinn zu rechnen, denn auch dieses Geld steht dem Besitzer momentan zum Verbrauch zur Verfügung.

In erster Linie dient dieses private Geld dem Begleichen von Rechnungen und dem Konsum für den regelmäßig notwendigen Lebensunterhalt. Doch es werden auch andere Ansprüche, wie beispielsweise der Urlaub, mit diesem Geld bezahlt.

Ist überschüssiges privates Geld vorhanden, das nicht einer der vorstehend erwähnten Funktionen dient, wird dieses Geld „gespart”, also nicht direkt ausgegeben. Dieses „Sparen” kann verschiedenen Zwecken dienen:

Entweder wird für eine größere Anschaffung ein bestimmter Betrag angespart oder es wird Geld als Sicherheit (im Volksmund „Notgroschen”) zurückgelegt, falls ein unvorhergesehenes Ereignis eintritt oder aber dieses „überschüssige” Geld wird gezielt angelegt, damit es durch Verzinsung gewinnbringend wirkt, das kann sowohl für den Zweck sein, sich später davon einen Wunsch zu erfüllen oder auch um es als Altersvorsorge anzulegen, um in der Rentenzeit ein zusätzliches Einkommen durch „verrentetes” Kapital zu haben.

Es wird sicher niemand mehr, wie es früher sinnbildlich üblich war, sein Geld unter dem Kopfkissen aufbewahren. Heute gibt es für diesen Zweck in erster Linie die Banken aller Art.

Die Bank bewahrt letztendlich das Geld meist schon von Ankunft an auf dem Girokonto des Kunden auf. Zwar nicht in Form von Bargeld, sondern als Buch- oder Giralgeld. Bis dieses Geld dann bar abgehoben und verwendet oder für einen bestimmten Zweck vom Girokonto überwiesen wird. Was dann übrig bleibt, ist allerdings auf dem Konto schlecht aufgehoben, da es nur in den seltensten Fällen Zinsen, und wenn dann sehr geringe, dafür gibt.

Das Sparbuch ist immer noch die häufigste Art des Sparens in Deutschland ist, viele zahlen ihr überschüssiges Geld auf dem Sparbuch ein. Diese Form ist zwar sehr sicher, aber vom wirtschaftlichen Standpunkt gesehen die schlechteste, denn für eine Geldeinlage auf dem Sparbuch werden nur sehr niedrige Zinsen gezahlt. Zudem gibt es beim Sparbuch Einschränkungen, was die Höhe des monatlich maximal abzuhebenden Betrages betrifft. Wer aus irgendeinem Grund diesen Betrag überschreitet, muss einen „Strafzins” zahlen.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, sein überschüssiges Geld weitaus gewinnbringender anzulegen. Wobei dabei aber immer zu überlegen ist, für welchen Bedarf das Geld angespart wird.

Die wichtigsten Fragen dabei sind: Muss ich über dieses Geld irgendwann einmal schnell verfügen können? Habe ich einen festen Termin, zu dem ich dieses Geld benötige? Soll dieses Geld langfristig (und damit gewinnbringender als bei kurzfristigen Anlageformen) angelegt werden, damit es mir im Alter zur Verfügung steht? Will ich, um den Gewinn zu maximieren, eventuell ein gewisses Risiko bei der Anlage des Geldes eingehen?

Dies sind letztendlich auch die Fragen, die jedes Unternehmen und auch jede kommunale oder staatliche Institution sich in Bezug auf kurz-, mittel- oder langfristige Investitionen, wenn auch in weitaus größerem Maßstab, stellen muss.

Ein weiterer Aspekt ist der Hinblick auf eine zusätzliche Altersvorsorge – denn die „garantierten” Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung reichen immer weniger zur Finanzierung eines gewohnten Lebensstandards Hier sind sowohl staatlich oder vom Arbeitgeber geförderte oder auch steuersparende Modelle möglich, die dann allerdings teilweise nicht erst vom „überschüssigen” Geld finanziert werden, sondern schon vom Einkommen direkt abgezweigt werden (müssen), also in die private Etatplanung mit eingehen sollten.